Bali 2004 - Tagebuch - 20. August 2004

Mitten in der Nacht wachte ich auf. Nikolas schlief quer an meinen Füßen. Gestern Abend hatte sich Beate noch den Fuß verstaucht. Sie hatte große Schmerzen. Mit etwas Eis kühlten wir den Fuß. Heute Morgen waren die Schmerzen noch nicht weg.

Nach dem Frühstück stand der Fahrer und Führer schon bereit. Wir wollten eine Inseltour machen. Packen, bezahlen und kurz nach 9 Uhr fuhren wir los. Der Reiseführer sprach gut deutsch und er erzählte uns etwas über die Geschichte des Landes und über die Familientraditionen auf Bali. Zuerst besuchten wir den Tempel Gunung Kawi. Am frühen Morgen waren wenige Touristen da. Beate versuchte auch mitzugehen. Es ging über 300 Treppen herunter, vorbei an Reisterrassen bis zu einem Wasserfall. Der Fuß von Beate hat den Weg nicht gut überstanden. Er wurde wieder dicker.

Weiter ging es zum Batursee. Am Ende des Sees angekommen wollten wir eine Wanderung zum Kraterrand machen. Hier stand schon ein junger Mann und wollte den Führer spielen. Ich sagte, dass ich den Weg kenne. Er wollte natürlich Geld. Ohne mich. Beate blieb unten. Wir vier gingen dann los den steilen Weg bergauf. Oben angekommen tranken wir erst einmal eine Sprite. Die Kinder bekamen einen Luftballon. Wir liefen etwas am Kraterrand entlang, aber die Wolken verschwanden nicht. Der Vulkan Gunung Batur war nicht zu sehen. Der Hunger machte sich nun auch bemerkbar. In Toya Bungkah aßen wir in einem Lokal. Die Fliegenplage war schon schrecklich.

Zum Abschluss besuchten wir noch den Muttertempel Besakih. Leider fanden hier keine Tempelzeremonien statt. Beate blieb auch hier am Fuße der Treppen zurück. Nach einem Rundgang fuhren wir in Richtung Padangbai.

Hier zogen wir im "Kerti" ein. Die Übernachtung kostete 60.000 Rp bzw. 75.000 Rp für die anderen drei. Der Reiseführer hatte eine gute Idee. Wir sollten eine Fußmassage machen lassen, und zwar für Beate's Fuß. Wir gingen Richtung Frisör, wo ich vor zwei Jahren meinen Bart rasieren lies. Dort trafen wir einen Mann. Er nahm uns mit und wir gingen durch eine kleine Gasse zu einem Haus, wor ein alter Mann saß. Er massierte Beate's Fuß und sagte, wir sollen morgen noch einmal wiederkommen. Freiwillig gab Beate den alten Mann 50.000 Rp für seine Dienste. Wir aßen und tranken im Ort noch ein Bier und gingen schlafen.

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letzte Änderung: 18.09.2004