kirgistan individuell


Rundreise durch das Land mit Beate Beike, Magdalene Elisabeth Bödding und Jürgen Günter Ahlders
16.07. - 03.08.2018 


Reiseleiterin: Guldastan Ismailova

 

Veranstalter der Reise: Reise mit Sinnen, Dortmund


Menschen in Kirgistan


Flagge Türkei

16.07.2018: Reise von Düsseldorf, Flug nach Istanbul und weiter nach Bischkek

 

Früh aufgestanden. Kurz vor 9.45 Uhr kam der Monteur, da meine Heizung defekt war. Jürgen kam auch noch. Er schleppte schon meinen Koffer ins Auto. Monteur arbeitete weiter und wir fuhren mit dem Auto los. Kurz nach Billerbeck fiel mir ein, dass ich meine Jacke noch zu Hause liegen gelassen hatte. Wieder zurück zum Haus. Dann brachte uns Uwe nach Düsseldorf. Mit kurzer Verspätung begann die Reise. Nach drei Stunden erreichten wir Istanbul. Neues Einchecken und die Fahrt ging dann Richtung Kirgistan. 



Flagge Kasachstan

17.07.2018: Zwischenlandung in Kasachstan, Bischkek, Stadtrundgang

 

Kurz vor Bischkek drehte das Flugzeug einige Runden. Bald ging es aber in Richtung Kasachstan und landeten in Schymkent. Bald hörten wir, dass es in Bischkek ein schweres Gewitter gegeben hat und daher konnte der Pilot dort nicht landen. Nach über fünf Stunden ging es endlich in Richtung Kirgistan. Vom Flugplatz brachte uns ein Taxi zum Hotel Umai. Mittagessen im Hotel und anschließend kurze Ruhe. Danach erkundeten wir die Stadt und machten Fotos. Abendessen im Hotel.


Bilder aus Bischkek


18.07.2018: Tagesausflug zum Ala-Artscha-Nationalpark

 

Frühstück um 8 Uhr. Um 9 Uhr fuhren wir in den Ala-Artscha-Nationalpark. Kurze Wanderung und auf dem Rückweg gab es ein Picknick am Wildbach. Dann begann eine lange Wanderung bis auf einer Höhe von 2.100 m in Richtung Wasserfall. Kurz vor Schluss wurde es immer schwieriger. Plötzlich habe ich das Gleichgewicht verloren und stürzte ab. Beide Beine bluteten, aber es ist noch gut gegangen. Weiter wollte ich nicht mehr gehen. Ich sagte den anderen, dass ich runter ging. Die anderen Reisebegleiter kletterten weiter in die Höhe. Den Wasserfall auf 2.600 m Höhe erreichte ich daher nicht. Auf einer wunderschönen Blumenwiese habe ich auf die Rückkehrer gewartet. Langsam stieg ich ab. Endlich untern angekommen. Ich war geschafft. Zurück zum Hotel und Abendessen. Früh ging ich zu Bett und ich konnte kaum einschlafen. Kurz vor Mitternacht schlief ich ein.

Ala-Artscha-Nationalpark

Der 194 qm große Hochgebirgs-Nationalpark wurde 1976 eingerichtet und befindet sich im Kirgisischen Alatau und ist ein Teil des Tian Shan, rund 40 km südlich der Hauptstadt Bischkek im Gebiet Tschüi. "Vielfarbiger Wacholder", so ist die Bedeutung von "Ala Artscha". Der Park hat diesen Namen wegen des Bewuchses seiner Berghänge mit dem halbkugeligen Wacholder.
Weitere Informationen auf Wikipedia.


19.07.2018: Buranaturm und ins Tal von Tschong Kemin - Übernachtung in einer Familie in Chon Kemin

 

8 Uhr Frühstück. Abfahrt um 9 Uhr. Zuerst mussten Wanderstöcker für mich gekauft werden. Dann begann die Fahrt in Richtung Buranaturm. Besichtigung der Ausgrabungsstätte. Besuch des Museums und anschließend stiegen wir im Dunkel die steilen Treppen 24 m hoch. Endlich oben angekommen hatten wir eine tolle Sicht auf die Ausgrabungsstätte.

 

Weiter ging es nach Tchong Kemin. In einem Dorf mit ca. 2.000 Einwohnern aßen wir zu Mittag. An einem großen Tisch saßen auch Franzosen. Leckeres aßen wir. Danach Wanderung durch blühende Wildblumenwiesen. Im Hintergrund konnten wir die hohe Berg sehen. Der einheimische Führer wollte immer noch weiter. Den Rest der Wanderung verbrachte ich an einem Wildbach und ruhte mich aus bis die anderen aus der Schlucht zurück kamen. Auf dem Rückweg mussten die Mitreisenden noch auf ein Pferd. Nach zwei Stunden erreichten wir das Dorf und wir kauften erst einmal Bier ein. 1,5 Liter für ca. 1,25 Euro.

Leckeres Abendessen bei der Familie, die auch bei uns am Tisch mit aßen. Danach musste jeder ein Lied singen. Die Besitzerin schüttete in einer Tasse Tee eine Gurke und Aprikosenmarmelade. Die Tasse wurde weitergereicht und diese Person musste ein Lied singen. Jürgen wollte nicht singen und daher trank er das Gesöff auf. Gesättigt gingen wir zu Bett. 

Buranaturm

Eines der ältesten Bauwerke dieser Art in Zentralasien ist der Burana-Turm. Dieser Turm befindet sich ca. 12 km südlich der Stadt Tokmok. Bereits im 10. oder 11. Jahrhundert wurde dieses Bauwerk errichtet. Ursprünglich war der Turm mindestens 40 m hoch, aber durch ein starkes Erdbeben wurde der Turm zerstört und mist heute ca. 24 m. Weitere Informationen bei Wikipedia.

Bilder von der Wanderung im Tal von Tschong Kemin

Der Tschong Kemin hat eine Länge von 88 km und ein Einzugsgebiet von 1890 qm. Hier im Tal wurde der erste Präsident Aska Akajew, der 1944 im Dorf Woronzowka (heute: Kyzyl Bajrak) geboren wurde. Durch diesen kleinen Ort sind wir auch durchgefahren.


20.07.2018: Wanderung in den Boom Canyon - Konochork-Schlucht -  Nomadenmuseum, Übernachtung im Lighthouse Hotel in Tscholpon Ata 

 

Wieder um 8 Uhr gefrühstückt. 

Vor dem Frühstück einen Dorfrundgang gemacht.

Dann ging es in den Boom Canyon, und zwar zu einer Wanderung in die Konochork-Schlucht. Es ging steil aufwärts. Oh, ob ich das schaffe? Erst war es leicht, dann kamen fünf nicht so leichte Kletterpartien. Es ging langsam, aber ich habe es geschafft. Die neuen Wanderstöcke waren doch hilfreich. Oben angekommen hatten wir einen tollen Blick auf die roten Felsen. Wunderschöne Fotomotive. Langsam zogen Wolken auf und es begann der Abstieg. Wieder die steilen Klippen herunter. Ich habe es geschafft. Es war doch sehr anstrengend für mich. Die drei anderen Mitreisenden hatten keine Probleme. 

 Danach fuhren wir zum Essen. Anschließend besuchten wir noch das Nomadenmuseum, wo wir über die traditionelle Kultur der Kirgisen erfahren haben. Weiterfahrt nach Tscholpon Ata. Wir hatten noch Zeit und besuchten noch den See, wo die drei Mitreisenden noch baden gingen. Ich machte noch Fotos. Abendessen im Lighthouse Hotel.

Tscholpon Ata

Ist ein Badeort am Nordufer des Yssykköl-Sees in Kirgistan und liegt 240 km östlich der Hauptstadt Bischkek und 135 km westlich von Karakol. Die Bevölkerung beläuft sich auf 12.000. Weitere Informationen bei Wikipedia.


21.07.2018: Tscholpon Ata, Petroglyphen (Steinzeichnungen), Basarbesuch, Nomadenfestspielstätte, Semyenovka Tal, Besuch der Moschee in Karakol, Übernachtung im Sweet House

 

Heute gab es um 7.30 Uhr ein Frühstück. Besuch der Petroglyphen in der Nähe von Tscholpon Ata. Interessant Steinansammlung mit Felszeichnungen.

Petroglyphen in der Nähe von Tscholpon Ata

Dieses Sehenswürdigkeit besteht aus einem riesigen Feld mit über 5.000 Felsgravuren aus dem zweiten Jahrtausend vor unserer Zeit. Sie liegen zwischen den Tälern Tschong Koj Suu und Tscholpon Ata bzw. den Dörfern KaraOj und Chutor.

Basarbesuch in Tscholpon Ata

Nomadenfestspielstätte

Danach fuhren wir zum Semyenovka Tal. Eine wunderschöne Landschaft tat sich uns auf. Viele Viehherden grasten auf den saftigen Wiesen. Zuerst wollten wir auf einen Holzturm unser Picknick einnehmen, aber da wurden wir verscheucht. Daher Picknick auf einem Steinhügel. Dort hatte es uns sehr gut geschmeckt. 

Dann begann die Wanderung durch das Tal bis zu einer Jurte. Dort konnten wir zuschauen, wie einige Stuten gemolken wurden. Steiler Abstieg ins Tal. Meine Knie schmerzten schon, denn es ging steil abwärts. 

Auf dem Heimweg konnte ich noch einige ältere Kirgisen im Bild festhalten. Sie hatten sich sehr gefreut und ich musste dann auch noch Kymyz trinken. Weitere Information bei Wikipedia.

Weiterfahrt nach Karakol, wo wir noch die Dungan Moschee besuchten. Das exotisch wirkende, blaue Gebäude im Zentrum von Karakols ähnelt einem buddhistischen Tempel, ist aber in Wirklichkeit eine Moschee, die 1910 für Karakols Gemeinschaft der Dungans errichtet wurde. 

Abendessen in der Unterkunft Sweet House. Ein Gewitter zieht auf.


22.07.2018: Viehmarkt in Karakol, russisch-orthodoxe Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, roter Felsen von Dshety Oguz - Übernachtung im Sweet House in Karakol

 

Kurz nach 6 Uhr fuhren wir, außer Magdalena, die etwas leidete, zum Viehmarkt. Dieser beginnt bereits um 3 Uhr morgens und endet etwa um 10 Uhr. Riesig großer Viehmarkt und viele Menschen, Schafe, Rinder, Kühe und Pferde. Bin durch das ganze Gewimmel von Füßen gelaufen und Aufnahmen gemacht. Danach zurück zur Unterkunft.

Viehmarkt in Karakol

Porträts vom Viehmarkt in Karakol

Frühstück. Danach Abfahrt von der Unterkunft zur Holy Trinity Cathedral - Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit -, die am Ende des 19 Jahrhunderts aus Holz erbaut wurde. Es fand in der Kirche gerade mehrere Taufen statt.

russisch-orthodoxe Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

Weiterfahrt zu den roten Felsen von Dshety Oguz. Von hier aus begann eine Wanderung und es war wieder sehr heiß. Picknick mit Blick auf die "Sieben Bullen".

Im Dshety Oguz Tal

Bilder von der Wanderung und Picknick

Danach fuhren wir noch höher auf 2.300 m. Holperpiste pur. Oben angekommen habe ich mich ausgeruht, denn ich war geschafft. Die anderen Mitreisenden unternahmen noch eine Wanderung. Auf der Rückfahrt kurzer Besuch in einer Höhle. Unten im Sanatorium nahmen Jürgen und ich erst einmal eine Dusche, schwimmen im Schwefelbad und Ganzkörpermassage. Die ganzen Häuser des Sanatorium bedürfen doch einmal eine Generaluntersuchung. Rückfahrt nach Karakol und Abendessen in der Unterkunft. Teichblätter mit Gemüse. Sehr lecker.


23.07.2018: Karakol, Wanderung im Märchental Skaska, Übernachtung in einem Jurtencamp am Issyk Kul-See

 

 

8 Uhr Frühstück und Jürgen wurde zum Geburtstag gratuliert. Er bekam eine kirgisische Mütze und noch andere Kleinigkeiten. Sein Sitzplatz war mit Rosenblätter geschmückt. Abschiedsfoto von der Familie und dann fuhren wir gen Westen ins verborgene Tal Skaska (russisch für Märchen). Die Felsen aus Sandstein in diesem Canyon wurden von Wind und Wetter zu einer Ansammlung von Gesichtern, Türmen, Schlössern, menschlichen Gestalten usw. geformt. Sie leuchteten in mehreren Farben. 


Verborgene Tal Skaska

Tal Skaska

Weiterfahrt und Picknick am Issyk Kul-See. Erstes Bad im See. Am Nachmittag erreichten wir die kleine Jurtensiedlung in einer Halbwüste gelegen, wo wir die Jurten bezogen. Danach gingen wir zum Strand und gingen baden. Zurück zur Jurte. Hier ludt uns Jürgen zu einem kleinen Trunk ein. Es gab Rotwein, den wir auch zum Abendessen tranken. Die Jurteninhaberin hatte uns ein leckeres Abendessen zubereitet. Mit einigen Liedern beschlossen wir den Abend.



24.07.2018: Wanderung durch ein kleines Tal in der Nähe von Tong, heiliger Ort Manjyly Ata, muslimischer Friedhof, Baden im Issyk Kul-See, Abendessen mit Maultaschen - Übernachtung im Jurtencamp am Südufer des Issyk Kul-Sees in der Nähe von Ton

 

6.30 Uhr fuhren wir zu einem Canyon. Hier begann eine kleine Wanderung. Dann fuhren wir zu der für Kirgisen heilige Stätte, Manjyly Ata, die Paare helfen soll, Kinder zu bekommen. Vorher besuchten wir einen muslimischen Friedhof, der mich sehr beeindruckte. Auf vielen Gräbern standen auch Jurte aus Eisen oder große ummauerte Häuser. 

Die heilige Stätte war leider etwas verkommen und auch die verschiedenen Quellen. Rückfahrt und Frühstück. Danach wieder eine Wanderung durch eine steinige Landschaft. Nach einiger Zeit hatte ich keine Lust und ich verließ die Gruppe und wanderte zum Strand, wo ich ganz alleine war. Hier erholte ich mich. Zurück zur Jurte. Leckeres Mittagessen. Kleine Ruhepause.

Gegen 16 Uhr gingen wir zum Strand und schwammen ein wenig. Dann zog ein Gewitter auf und wir gingen wieder zur Jurte zurück. Unterwegs bekamen wir noch einen Regenschauer ab. Jürgen und ich halfen bei der Essenszubereitung.  Kartoffeln schälen und klein schneiden. Zubereitung von Maultaschen. Wir beide hatten aber die Falttechnik der Maultaschen nicht zu im Griff. Die Damen konnten es schneller und besser. Maultaschenabendessen. Sehr lecker. Einige Lieder wurden auch noch gesungen bevor wir müde in Bett gingen. 

Jurtencamp am Südufer des Issyk Kul-See in der Nähe von Ton


25.07.2018: Geburtstag von Beate und Winni, Besuch vom Adlermann, Einkauf in Bokonbaevo, Übernachtung im Jurtencamp Temir Kanat

 

Schöner Sonnenaufgang am Issky Kul-See. Gegen 7.30 Uhr kam der junge Adlermann mit seinem Steinadler und seinem kleinen Bruder. Der Steinadler wurde uns gezeigt und wir konnten Fotos machen. Frühstück mit kleinen Geburtstagsgeschenken.

Besuch vom Adlermann aus Bokonbaevo

Danach fuhren wir nach Bokonbaevo, wo eingekauft wurde. Natürlich durfte der Wein für die Geburtstagsfeier am Abend nicht fehlen. Es war wieder sehr heiß. Weiter ging die Fahrt ins Landesinneren und die Straße wurde immer schlechter. Am Wegesrand standen viele Wildblumen. Auf 2.200 m Höhe angekommen, wurden die Pferde mit unserem Gepäck beladen und wir mussten zu Fuß den Berg hoch bis zur Jurtensiedlung auf 2.400 m Höhe gehen. 

Weites Land mit sechs Jurten und einigen Pferden. Im Hintergrund lag der Issyk Kul-See, woraus die Berge im Dunst herausragten. Mittagessen in der Jurte. Betten bezogen. Kurze Mittagsruhe und dann begannen die anderen Mitreisenden mit einer Bergtour. Ich nahm das Stativ und Fotoapparat und wanderte die Berge hoch und machte einige Blumenfotos.

Wildblumen

Es wurde mir zu heiß und daher ging ich langsam in Richtung Jurte. Da tauchte Isham unser Fahrer auf einem Pferd auf. Er nahm mir meinen Rucksack ab und so konnte ich erleichtert hochwandern.

Auf einer Bank an der Jurte nahmen wir vier einen Geburtstagstrunk ein. Abendessen mit einem Gläschen Wein. Es war auch noch eine Engländerin mit ihrem beiden Jungen aus der Schweiz beim Abendessen. Beate und ich bekamen auch noch eine Torte mit vielen kleinen Kerzen versehen. Wieder wurden einige Lieder gesungen und wir gingen dann fröhlich in unserer Jurte.



26.07.2018: Jurtencamp Temir Kanat auf 2.400 m Höhe, Ausritt zu Pferd, Wanderung, Übernachtung im Jurtencamp

 

Hatte schlecht geschlafen und es war auch etwas kalt. Kurz nach 5 Uhr ging ich mit meinem Fotoapparat und Stativ zum Wildbach um Langzeitbelichtungsbilder zu machen. Gegen 8.30 Uhr war ich wieder bei der Jurte, wo wir das Frühstück einnahmen. Es gab drei Kartoffelpuffer und zum Nachtisch dicke Milch. Die Schweizer verliessen das Jurtencamp. Am Vormittag konnten wir reiten. Mehrere Runden in unmittelbarer Nähe der Jurten. Mittags gab es wieder ein leckeres Mittagessen.

Am Wildbach

Der Ausritt

Am Nachmittag unternahmen die anderen eine Bergtour. Hatte etwas Knieprobleme und daher bin ich alleine losgezogen. Bin langsam gelaufen und habe die Landschaft genossen. Dabei habe ich auch einige Blumen im Bild festgehalten. Ich stieg immer höher. Blumen über Blumen. Edelweisse soweit das Auge reicht. Die schneebedeckten Berge kamen immer näher. Gegen 16 Uhr erreicht ich eine kleine Anhöhe. Ich war überwältigt von dem Anblick der weiten grünen Landschaft. Unten im Tal grasten Kühe, Schafe und Pferde und überall dröhnten die Wildbäche. Endlich kam auch etwas Sonne durch. Traumhaft.  

Auf dem Rückweg sah ich noch eine riesige Viehherde. Kurz nach 18 Uhr erreichte ich wieder das Jurtencamp. Die drei anderen Mitreisenden hatten schon gewartet, denn sie wollten einen kleinen Aperetif einnehmen. Es gab wieder ein leckeres Abendessen, wobei auch andere Reisenden zugegen waren. Gegen 21 Uhr gingen wir schlafen.


27.07.2018: Herstellung einer Jurte bei einer Familie in Kyzyl Tuu, Jurtencamp Tuura Suu auf 2.200 m Höhe, Übernachtung in einer Jurte

 

Frühstück um 8 Uhr. Danach wurde das Gepäck auf die Pferde geladen und wir wanderten zurück bis zum Auto. 

Dann fuhren wir über eine Holperstraße nach Bokonbaevo, wo wieder einen Einkauf getätigt wurde. In Kyzyl Tuu waren wir bei einer Familie, die uns die Herstellung einer Jurte zeigte.

Die Familie zeigte uns die Herstellung einer Jurte

Weiter ging es über 1 1/2 Stunden über eine Holperpiste entlang eines Wildbaches in Richtung Tuura Suu. Die letzten Meter liefen die Mitreisenden zu Fuß. Ich blieb im Auto. In einer großen Talsenke lag das Jurtencamp. Mittagessen in der Jurte. Gegen Abend besuchten wir das nahe liegende Dorf. Zurück zur Jurte, wo wir das Abendessen einnahmen. Dazu gab es mal wieder einen Rotwein. Früh gingen wir schlafen.


28.07.2018: Jurtencamp Tuura Suu, Wanderung auf fast 3.000 m Höhe, Übernachtung in einer Jurte

 

Frühstück um 8 Uhr. Gegen 9 Uhr begann eine lange Wanderung, die auf 2.200 m begann und fast an 3.000 m Höhe endete. Zuerst durch das Tal und immer höher über einen Fahrweg. Nch einiger Zeit kam ein Reiter mit unserem Picknick dazu. Über einen Wildbach wurden wir per Pferd rüber gebracht. Dann tauchte ein kleiner Bergsee auf, wo acht Rossgänse schwammen. Noch etwas höher und dann kamen wir bei einer Nomadenfamilie an, die hier ein kleines Häuschen gebaut hatten und von Juni bis Ende August hier lebten. Acht Kinder hatte die Familie, wobei schon ein Kind verheiratet war.

Hier bekamen wir das Mittagessen. Ein Gewitter zog auf, aber in dem kleinen Zimmer wärmte uns ein Ofen. Als das Gewitter vorbei zog, stiegen wir noch etwas höher. Hier machte ich auch noch einige Bilder, da der Rest der Truppe auf fast 3.000 m stieg. Beeindruckende Landschaften, Schneeberge, Wildbach und bis zu 700 Schafe und Ziegen, die hier grasten. Langsam stiegen wir wieder ab. Diesmal etwas steiler, was meinen Knien nicht so gut taten. Wieder zogen schwarze Wolken auf und als wir fast unten waren begann der Regen. Gegen 17 Uhr erreichten wir wieder unsere Jurten. Hier ruhte ich mich nach der fast 8 stündigen Wanderung aus. Vor dem Abendessen tranken wir in der Jurte etwas Wein. 19 Uhr Abendessen. Wieder sehr lecker. Müde gingen wir gegen 21 Uhr zu Bett.


29.07.2018: Stopp an einem muslimischen Friedhof, Stausee, Filzherstellung in Kochkor, Übernachtung bei einer Familie in Kochkor

 

Der Tag begann wieder mit einem Frühstück um 8 Uhr und dann fuhr ich mit Ilham einige Kilometer mit dem Auto, denn der Rest der Truppe wollte laufen. 

Wieder 1 1/2 Stunden Holperpiste entlang eines Wildbaches zur Hauptstraße. Kurzer Stopp an einem Stausee. Gegen Mittag erreichten wir Kochkor. Hier aßen wir bei einer Familie, die auch Filzteppiche herstellten. Kurze Demonstration der Teppichherstellung. Weiterfahrt nach Kochkor. Shopping in zwei Läden. Dann ging es zur privaten Unterkunft.

Um 18 Uhr gab es mal wieder ein kleines Bier. 19 Uhr leckeres Abendessen. Gefüllte Paprika mit Kartoffeln und Salat. Wieder früh ins Bett gegangen.


30.07.2018: Kochkor, Kalmak-Pass (3.447 m), Song Köl, Übernachtung in einer Jurte

 

8 Uhr Frühstück in der Jurte der Familie. Kurz noch drei Flaschen Weißwein eingekauft. Dann begann die lange Fahrt in die Berge. 50 km Holperpiste durch das Tölök-Tal und es ging immer höher. Kurz vor dem Kalmak-Pass kreuzte uns auf 3.447 m Höhe noch eine Yakherde.  Dann sahen wir schon den Song Köl. Er lag wunderschön. 

Kalmak-Pass auf 3.447 m


Song Köl

Die letzten acht Kilometer bis zur Jurtensiedlung waren noch schlechter, aber dann erreichten wir unsere Jurte auf etwa 3.000 m Höhe. Mittagessen. Dann kurze Pause und dann begann eine Wanderung zur Halbinsel. 

Watvögel überall. Es wurde zwei Tüten mit Plastikmüll auf der Halbinsel gesammelt. Bald verließ ich die Gruppe und wanderte zurück um Fotos zu machen. Fotomotive gab es genug. Gegen 17 Uhr gingen zwei Reiter mit ihren Pferden nach getaner Arbeit ins Wasser. Dann zog eine dunkle Wolke auf und ich ging dann etwas schneller zur Jurte zurück. Abendessen. In unserem Zelt tranken wir noch Weißwein. Dann zog noch ein Gewitter auf. Traumhafte Lichtverhältnisse mit einem Regenbogen. In unserer Jurte brannte Licht und ein kleiner Ofen wärmte die Jurte. Gingen dann früh zu Bett.


31.07.2018: Jurtencamp am Song Köl, Ausritt, Wanderung, Übernachtung im Jurtencamp

Eine Gruppe Koreaner waren an diesem Morgen schon vor 6 Uhr sehr laut. Wieder ein gutes Frühstück. Um 10 Uhr begann der Ritt ins Gebirge. Nach über einer Stunde machten wir Rat. Ich konnte nicht warten und stieg allein vom Pferd. Mit dem Wanderschuh kam ich aus dem Steigbügel nicht heraus und blieb hängen. Das Pferd galoppierte davon. Der Pferdebesitzer hielt das Pferd nach einigen Metern an. Mein Bein tat weh und hatte eine Zerrung im linken Oberschenkel. Hatte ganz schöne Schmerzen. Nach kurzer Rast ging es weiter und immer höher ins Gebirge hinein. Als es noch höher ging konnte ich nicht mehr und stieg ab. Der Rest der Gruppe ritt weiter und ich ruhte mich aus.

Nach einiger Zeit kamen die Reiter zurück. Picknick im Gebirge. Die Pferde ritten zurück und wir wanderten. Ich wurde immer langsamer. Ich schickte die anderen vor, da ich nicht so schnell laufen konnte. Machte an einer Jurtensiedlung noch einige Bilder. Ebenso viele Pferdebilder. Der Weg wurde immer länger. Nach dem Ausgang aus dem Gebirge lief ich quer über die die Halbsteppe in Richtung Jurtensiedlung. Kurz nach 17 Uhr erreicht ich sie. Ich war geschafft. Danach legt ich mich hin. Bekam von Jürgen noch eine Tablette. 

Abendessen. Zuerst wollten wir bei Beate und Magdalena in der Jurte noch einen Wein trinken, aber es brannte kein Licht. Also in unserer Jurte. Bald legten wir uns hin, aber das Licht ging nicht aus. Erst kurz vor 22 Uhr erlosch das Licht. Leider unterhielten sich in der Nachbarjurte sich zwei Männer. Erst als ich mich beschwerte trat Ruhe ein und konnte endlich einschlafen.


01.08.2018: Song Kul-See, Kyzyl Oj

 

Erst um 7.30 Uhr wachte ich auf. Frühstück zum letzten Mal in einer Jurte. Verabschiedung von der Familie und dann begann die Fahrt über Holperpisten in Richtung Kyzyl Oj. Mittagessen unterwegs. 

Dann begann die Fahrt durch ein Canon, Wildbach und hohe Berge. Übernachtung in Kyzyl Oj bei einer Familie. Machte noch einen kleinen Dorfgang. Abendessen mit einem Bier bei der Familie. Ilham hatte Probleme mit seiner Zimmertür. Er war eingesperrt und konnte nicht aus dem Zimmer. Es hatte etwas gedauert, aber er wurde befreit.


02.08.2018: Kyzyl Oj, Koshumkul und Rückfahrt nach Bischkek

 

Frühstück um 7.30 Uhr, da die lange Rückfahrt nach Bischkek anstand. Wieder ging die Fahrt entlang eines Wildbaches. Holperpiste den ganzen Tag. Kurzer Stopp in Kushumkul. Hier wurde im Jahr 1888 der im kirgisischen Volk tief verehrte Koshumkul uluu Kaba geboren. Er hatte eine Große von 2,36 m. Fast sein gesamtes Leben verbrachte er im heimatlichen Ayl, wo er 1955 stark. Kurzer Stop an seinem Grabmal.

Grabmal von Koshomkul uluu Kab in Koshumkul

Lange Fahrt bis zur Passhöhe über 3.000 m bei Regen und Schnee. Tunneldurchfahrt. Kurz vor Bischkek Mittagessen mit einem Lammspies. Dann besuchten wir noch den Osch-Basar in Bischkek. Riesig groß. Kurz noch beim Frisör und meinen Bart gestutzt. 

Danach Fahrt in die Innenstadt um Souvenirs zu kaufen und Weiterfahrt zum Hotel. Beim Umai-Hotel gab es am Abend noch ein Konzert und ein Buffet. So ging ein schöner Urlaub zu Ende. 

Umai Hotel in Bischkek



03.08.2018: Rückflug von Bischke über Istanbul nach Düsseldof

 

Letztes Frühstück der Reise. Ilham brachte uns dann zum Flugplatz. Nach über sechs Stunden erreichten wir Istanbul. Kurzer Aufenthalt und Weiterflug nach Düsseldorf. Weiterfahrt mit der Bahn nach Dülmen. Hier verabschiedeten wir uns von Beate und Magdalena, die weiter nach Münster fuhren. Roswitha brachte mich dann nach Billerbeck, wo ich kurz nach 21 Uhr wieder zu Hause war. 


Reisetipps:

  • "Reisen mit Sinnen" - Mit diesem Reiseunternehmen sind wir gefahren.
  • Ecotours in Kirgistan
  • Dagmar Schreiber - Mitautorin des Reiseführers "Kirgistan - Zu den Gipfeln von Tien Schan und Pamir"
  • "Wildlife of Kirgistan" - Seite, die auch wissenschaftliche Interessen bedient. Informationen über die Tierwelt und den Naturschutz in Kirgistan

 

"Pferde am Song Köl" - Kalender aus dem Calvendo-Verlag.

Im Internet und im Buchhandel erhältlich.

Kalender anschauen!



 

Unser Reiseführer: "Kirgistan - Zu den Gipfeln von Tien Schan und Pamir" von Stephan Flechtner und Dagmar Schreiber, Trescher Verlag