familiengalerie Krebs - ab 1790

Direkte Nachfahren sind mit der Farbe "hellgelb" gekennzeichnet!

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Ignatius Krebs,

geb. 1790?

gest. 02.02.1826?
Quelle

Heirat: 09.01.1815 in Szekszárd, Központ, Tolna, Ungarn

Stammbaum bei Familysearch

Agatha Schwarzer (Agatha Schwartzer),

geb. 28.01.1794 in Szekszárd, Tolna, Magyarország, Quelle, gest. 09.02.1879, Szekszárd, Tolna, Magyarország

 

Eltern:

Ferentz Schwartz (Schwartzer, Schvartz) und Agatha Sai

3 Kinder:

Antonius Schwartz

geb. 16.01.1780, gest. 23.12.1834

Franciscus Schwartz

geb. 12.12.1784

gest. ?


3 Kinder?:

1. Kind: Sofia (Zsofia) Krebs, geb. 19.02.1816 in Szekszárd/Ungarn (dt. Seksard, Sechsard oder

              Sechshard), Quelle, gest. 27.12.1910 in Szekszárd/Ungarn. Quelle. Heirat am     
              21.07.1836, QuelleKároly Henrik  Ferdinánd Pförtner, geb. 10.05.1803, gest. 09.02.1868.

              8  Kinder

2. Kind: Aloisius Krebs, geb. 23.03.1819 in Szekszárd/Ungarn (dt. Seksard, Sechsard oder

              Sechshard),  Quelle, gest. ?. Heirat mit Józef Hasszal

3. Kind: Anton Ignaz Krebs (Antonius Franciscus), geb. 10.03.1822, in Szekszárd/Ungarn (dt.

              Seksard, Sechsard oder Sechshard), Quelle, gest. 03.07.1884 in Wien an Herzlähmung



Anton Ignaz Krebs

(Antonius Franciscus, Quelle)

geb. 10.03.1822, in Szekszárd/Ungarn (dt. Seksard, Sechsard oder Sechshard), 

gest. 03.07.1884 in Wien an Herzlähmung, 

Opern Ring 5,
St. Augustin, Quelle

Kaufmann und Chef der Firma A.I. Krebs

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Beerdigt in der Familiengruft St. Helena bei Baden

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Verleihung: Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone, Censor der niederösterreichischen Escompter-Gesellschaft und Repräsentant der Wiener Kaufmannschaft

 

Taufregister: Antonius Franciscus Krebs

(GS-Filmnummer 688055, Digitale Ordnernummer 4551510, Aufnahmenummer 506)

 

Auszug Taufregister: Stadt Szekszárd

Landkreis: Tolna

Ereignisort: Belvárosi, Szekszárd, Tolna, Hungary

Kirchengemeinde: Belvárosi

26.12.1857: Erfindung eines Messers oder eines sonstigen Schneide-Instruments in Verbindung mit einem Bleistiftspitzer. Wiener Zeitung, 20.01.1858, Seite 18

Heirat 24.11.1850 in Wien, Alservorstadtpfarre, Bezirk 8, Seite 52, Eintrag 179  Eintrag: Anton Franz Krebs?

3 Kinder: 

 

1. Johanna Krebs, geb. 23.12.1851 in Wien, Alservorstadtpfarre, Quelle,

    gest. 17.03.1929
    1. Ehemann: August Emil Donaszy,  geb. ?, gest. vor 

        ?.08.1883, 
    2. Ehemann: August Wilhelm Emil Nowak, geb. 21.07.1855. Heirat

        20.08.1883 in Wien, Sankt Augustin, Quelle 

       Am 01.10.1890 beantragt Johanna Nowak, Namensänderung von

      Nowak in Donaszy. Quelle

       August Wilhelm Emil Nowak, Vater eines unehelichen Kindes,

      entstammte einer Beamtenfamilie und war Sekretär des Grafen

     Johann Palffy in Preßburg bis 01.01.1884. Er erhielt ein Jahresgehalt

     von 3.600 fl. Nach dem Tod von Anton Ignaz Krebst erbte er das Gut

     Brázay in Pellérd bei Pécs, früher Fürstenkirchen, in Ungarn                               und  wurde 1889 wegen  Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt:

      - Großer Betrug von September bis Dezember 1887: "Neue Freie Presse",

        10.04.1889, Seite 19

      - Gerichtsverhandlung gegen August Nowack "Neue Freie Presse" vom

      30.11.1889, Seite 7 

      - Der Fall Nowak: Die Presse. 17.12.1889

      - Der Prozess: Wiener Allgemeine Zeitung 18.12.1889

      - Ein Lebemann. Linzer Tages-Post vom 20.12.1889

      - Affaire Nowack: "Welt Blatt", 04.12.1891, Seite 4

      - "Deutsches Volksblatt", 13.04.1889, Seite 7

      - "Das Vaterland", 12.04.1889, Seite 5

      - Die eigene Gattin um ihr ganzes Vermögen betrogen. Welt Blatt,

        12.04.1889, Seite 4

      - "Welt Blatt", 22.03.1899, Seite 11

      - "Neue Freie Presse", 13.04.1889, Seite 6

      - August Nowak wird in Monaco verhaftet. "Deutsches Volksblatt",

        14.04.1889, Seite 8

     - "Tages Post", 12.04.1889, Seite 4

     - "Neues Wiener Tagblatt", 03.12.1891, Seite 8

     - Wiener Landwirtschaftliche Zeitung, 09.02.1887. Das Gut in Pellerd ist   

       von einem Preis von 455.000 fl. in den Besitz des Budapester                           Großhändlers Koloman Brázy übergegangen.

2. Viktor Karl Rudolf Krebs, geb. 06.07.1860 in Dornbach, Quelle, gest.

    07.01.1890

3. Gisela Clara Agathe Krebs, geb. 11.02.1864 in Stadt Wien, St. Stephan,

    Quelle, gest. 07.12.1943.
    1. Ehemann: Heirat Rudolf Josef Friedrich
    Weisse
am 10.03.1883, Quelle, in der Augustiner Kirche in Wien,     

    geb. 15.03.1856, gest. 03.01.1887, Quelle. Vater: Gustav Ferdinand

    Albert Weiße, Mutter:  Anna Maria Pollmann oder Collmann
    
1. Kind: Gretchen Weisse.

   
2. Ehemann Heirat 29.09.1894 in Amt Baden, Lukaspfarrei Baden: Major          Karl Adolf Druckenbrodt, geb. 03.04,1847, gest. ?

 

    Gisela Weisse, geb. Krebs, übernahm am 18.01.1887 die Firma von              Anton  Ignaz Krebs. Wiener Zeitung vom 22.01.1887.

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    - Rudolf Weisse nahm sich am 03.01.1887 das Leben. Neues Wiener 

    Tagblatt vom 05.01.1887

    - Über den Selbstmord von Rudolf Weisse berichtete "Die Presse" am   

      05.01.1887 und am 06.01.1887

    - Selbstmord eines Kaufmanns. Pester Lloyd am 05.01.1887

    - Totenanzeige in der "Neue Freie Presse" am 06.01.1887

    - Ein vermisster Kaufmann. "Fremden Blatt" vom 04.01.1887

Informationen zur Ehe:

Konfessionsverschiedene Ehe: Der Bräutigam war evangelisch (A.B.) und war gebürtig aus Teschen (Schlesien), während die Braut katholisch war. Solche Ehen waren im Wien des späten 19. Jahrhunderts recht häufig, erforderten jedoch oft spezifische kirchliche Regelungen.

Minderjährigkeit: Die Braut war zum Zeitpunkt der Hochzeit 19 Jahre alt. Da die Volljährigkeit in Österreich damals erst mit 24 Jahren erreicht wurde, war die im Dokument vermerkte und unterschriebene Einwilligung des Vaters rechtlich notwendig.

Sozialer Status: Die Berufsbezeichnungen (Kaufmann, Inspektor der Staatsbahn, Privatier) und die Wohnadressen im 1. Bezirk (Wollzeile, Opernring) deuten auf einen bürgerlichen, wohlhabenden Hintergrund der beteiligten Familien hin.

Geographie: Teschen (heute geteilt in Cieszyn, Polen, und Český Těšín, Tschechien) war ein wichtiges Handelszentrum in Österreichisch-Schlesien, was die Herkunft des Bräutigams erklärt.

Johanna (Anna) Aichhorn

geb. 23.02.1833, St. Ulrich in Wien,

gest. 16.12.1888 in Wien

Eltern: Sigmund Aichhorn, Kaffehausinhaber,  und Anna Müller oder Müllner, Heirat am 19.06.1832 in Lichtenthal (Wien)


Anton Ig. Krebs, Wollzeile 1-3, Wien

1866


Anton Ignaz Krebs: Er erhielt am 26. Dezember 1857 in Österreich ein Privileg auf die Erfindung "ein Messer oder ein sonstiges Schneide - Instrument in Verbindung mit einem Bleistiftspitzer zu construiren". 26. Dezember 1858 (durch Zeitablauf erloschen). 1858 erfand er eine Taschen- und Federmesser mit Bleistift-Spitzmaschinen in Wien, Wollzeile Nr. 771. 1862 nahm Krebs an der Internationalen Ausstellung in London teil und bekam eine Medaille für "schöne und sehr billige Holzgalanteriewaaren". Unterhielt auch in Paris ein Geschäft. Am 03.04.1884 meldet er ein Patent für Erzeuger von Munitionsgegenständen in Wien I, Wollzeile 1-3, an - Register-Nr. 3667.  Die Firma existierte nach dem Tod weiter als Anton Ignaz Krebs Nachf. Ferdinand Glanz.

1866: Erfinder eines einläufigen Schrotgewehrs System Lefaucheux mit Kassette. Dieses Gewehr ist heute im Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer, noch zu besichtigen.

Nach dem Ableben von Anton Ignaz Krebs wurde Gisela Weisse als Firma-Inhaberin eingetragen.

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- Österreichische Forst-Zeitung vom 02.05.1884: Ehrendiplom für seine Collection Gewehre System Erzherzog Carl Salvator

Das Gewehr konnte ich auch am 26.10.2025 in der Rüstkammer in Wien auf einer Konzertreise besichtigen. 

Patente und Erfindungen

Am 26. Dezember 1857 erhielt Krebs in Österreich ein Privileg auf die Erfindung eines Messers oder anderen Schneideinstruments in  Verbindung mit einem Bleistiftspitzer. Diese Patentaktivität war bis 26. Dezember 1858 gültig und es wurden Werbeanzeigen für die 

Anlagen veröffentlicht, die Horn- oder Elfenbeinschalen und 2 bis 4 Klingen enthielten.

Zudem ist ein einläufiges Schrotgewehr (System Lefaucheux) von 1866 seinem Namen zugeordnet, gefertigt in Wien, mit verzierter 

Eisen-, Elfenbein- und Hornverarbeitung. 

Krebs war also gleichzeitig Büchsenmacher, was seine Tätigkeit als Waffenhändler ergänzte. Auch Munition mit dem Kopfzeichen „AIK“(Anton Ignaz Krebs) wurde von Hirtenberger für ihn hergestellt.

 

Bedeutende Ereignisse und Ausstellungen

1857–1859: Patentierung und Verkauf von Bleistiftspitzmaschinen in Wien 

1862: Internationale Ausstellung in London, Medaillenerhalt für Holzgalanteriewaren 

Handel mit Luxuswaffen und Jagd-/Reiserequisiten, Anzeigen in Wiener Zeitungen zwischen 1855 und 1873.

 

Anton Ignaz Krebs war somit eine vielseitige Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts in Wien, die als Händler, Erfinder und Waffenmacher  tätig war und sowohl in technischen Innovationen als auch im Handelsbetrieb Anerkennung fand.


Viktor Karl Rudolf Krebs, Beruf: Kaufmann,

geb. 06.07.1860 in Dornbach Nr. 59, Quelle,

gest. 14.04.1939 Erdbestattung 14.04.1939, Wiener Zentralfriedhof, Gruppe 68B, Reihe 6, Grabnummer 15

 


Viktor Karl Rudolf Krebs war ein Hochstabler und wurde verurteilt:

Zeitungsartikel aus dem Jahr 1884

Heirat: 20.08.1883, Votivkirche in Wien, Quelle

Scheidung von Angela Klotilde Karoline (Angelina / Angiolina)  Hamsohn (Krebs)

30. Okt. 1884, Quelle

Scheidung: 30.10.1884

1 Kind:

 

1. Adrienne Karoline Krebs, geb. 22.06.1884, Quelle, gest. 22.01.1982

15.01.2024: Mail vom Stadtmuseum Bad Vöslau: "Ich habe ein wenig recherchiert, warum Adrienne Krebs in Vöslau geboren wurde. Die Familie Hamsohn kam von 1881 bis 1887 jedes Jahr auf Sommerfrische in den Kurort Vöslau und wohnten auch immer in der Villa Adler. (Quelle: Kurlisten Bad Vöslau)

Diese Villa steht noch und hatte ein paar interessante Besitzer, u.a. den Badearzt Dr. Carl Adler. Interessant finde ich jedoch, dass Adler 1884, als Adrienne Krebs geboren wurde, noch gar nicht der Besitzer der Villa war. Er hat diese erst am 26.8.1885 gekauft. Trotzdem steht in der Geburtsmatrike Villa Adler – seltsam.

 

Ich habe letzte Jahr ein Buch über die Villen von Bad Vöslau geschrieben (erschienen beim Amaltheaverlag) – ein Kapitel widmet sich der Villa Adler….

 

Anbei zwei Fotos, das eine (Wilhelm Geiger) hat leider keine allzu gute Auflösung). Sollten Sie eines der beiden Fotos auf ihrer Website veröffentlichen wollen, dann bitte unbedingt als Quelle „Stadtmuseum Bad Vöslau“ angeben".

Villa Adler in Bad Vöslau.

Das Stadtmuseum in Bad Vöslau stellte mir freundlicherweise die Bilder zur Verfügung.


Angela Klotilde Karoline (Angelina/
Angiolina) Hamsohn (Hamson)

geb. 31.03.1861 in Wien, Quelle,

gest. ?

 Weitere Anmerkungen siehe unten!

Eltern: 

Vinzenz/Vincenz Hamsohn (Hamson), geb. 24.02.1796, Konstantinopel (Türkei), gest. 01.11.1874 in Wien, Quelle,
Türkischer Grosshändler und Realitäten-Besitzer

Heirat: 25.01.1851 in Wien, Sankt Peter, Quelle, ( im Heiratsregister steht Hamson),

Maria Anna Wilhelmina Carolina Hamsohn, geb. Hepp, geb. 07.11.1817 in Saalbrück, gest. 30.07.1887 in Wien, Quelle, Neue Freie Presse, Wien, Seite 24

Wiener Zeitung, 31.12.1887, Seite 15


Geschwister von Angela Hamsohn:

1. Julius Caesar Vincenz Hamsohn,       

    geb. 08.11.1848, St. Peter in Wien,

   Quelle, gest. 01.12.1894 in Wien,

    Quelle - Todesanzeige, Neue Presse

    1894 - Anmerkungen siehe unten.

    Heirat Leopoldine Mahl, geb. 1856,

    gest. 29.06.1880 in Vöslau     

 an Tuberculose,  Quelle,  Wiener Zeitung 05.07.1880

    2. Frau: Johanna Weiniger, geb.

        07.06.1860?, gest. ?

2. Emil Karl Vincenz Hamsohn, geb.

    17.05.1854, St. Penzing, Wien, Quelle,

    gest. 25.04.1920

    Heirat 05.10.1908 in Wien, Quelle:

    Angela Maria Lucia Stephania Krebs,

    geb. Branchi aus Triest, geb.

    28.02.1863, gest. ?. Witwe seit

   10.06.1884

3. Eugenie (Karoline Johanna) Morgan,

    geb. Hamsohn, geb. 1856, gest. ?

   Heirat am 20.10.1878 Josef Morgan

4.  Angela Klotilde Karoline (Angelina/

Angiolina) Hamsohn (Hamson)

geb. 31.03.1861 in Wien, Quelle,

gest. ?

 

Eltern von Vincenz Hamsohn:

Joseph Hamsohn und Regina Schohrat


Todesanzeige von Julius Hamsohn



Taufregister für Julius Hamsohn

Weitere Anmerkungen:

Angela Klotilde Karoline (Angelina/Angiolina) Hamsohn (Hamson)

geb. 31.03.1861 in Wien, Quelle, gest. ?

Historischer Kontext

Dieser Dokumentenausschnitt ist ein amtlicher Vermerk über eine Adoption während der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Er dokumentiert den rechtlichen Prozess, bei dem Johann Theodorovice Angelina Clotilde Caroline Krebs (geborene Hamson) als seine Tochter annahm. Besonders interessant ist die grenzüberschreitende Natur des Vorgangs, der sowohl die k.k. niederösterreichische Statthalterei in Wien als auch das ungarische Justizministerium involvierte, was die komplexen Verwaltungsstrukturen des Doppelstaates widerspiegelt. Die Begriffe 'Wahlvater' und 'Wahlkind' sind die zeittypischen juristischen Bezeichnungen für Adoptivvater und Adoptivkind.

Historischer Kontext

Dieser Dokumentenausschnitt ist ein amtlicher Vermerk über eine Adoption während der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Er dokumentiert den rechtlichen Prozess, bei dem Johann Theodorovice Angelina Clotilde Caroline Krebs (geborene Hamson) als seine Tochter annahm. Besonders interessant ist die grenzüberschreitende Natur des Vorgangs, der sowohl die k.k. niederösterreichische Statthalterei in Wien als auch das ungarische Justizministerium involvierte, was die komplexen Verwaltungsstrukturen des Doppelstaates widerspiegelt. Die Begriffe 'Wahlvater' und 'Wahlkind' sind die zeittypischen juristischen Bezeichnungen für Adoptivvater und Adoptivkind.

Erwähnte Details

HAUPTPERSONEN

Johann Theodorovice

Rolle: Wahlvater (Adoptivvater).

Angelina Clotilde Caroline Krebs (geb. Hamson)

Rolle: Wahlkind (Adoptivtochter).

Namensänderung: Sie nahm infolge der Adoption den Familiennamen Theodorovice an.

SCHLÜSSELEREIGNISSE UND DATEN

Ereignistyp: Abschluss eines Adoptionsvertrages.

Orte: Temesvar (heute Timișoara, Rumänien) und Wien.

Zeitplan:

17. Mai 1889: Vertragsabschluss in Temesvar.

24. Mai 1889: Vertragsabschluss in Wien.

2. Juni 1889: Bestätigung durch das königlich ungarische Justizministerium.

23. Juli 1889: Note der k.k. niederösterreichischen Statthalterei.

7. August 1889: Formelle Anmerkung der Adoption und Namensänderung im Register.

Wichtige Erkenntnisse

Das Dokument belegt die Adoption von Angelina Clotilde Caroline Krebs durch Johann Theodorovice im Jahr 1889. Der Prozess wurde behördlich zwischen Wien und Temesvar koordiniert und führte dazu, dass die Adoptivtochter den Nachnamen Theodorovice annahm. Es bietet präzise Daten und Aktenzeichen für weiterführende Archivrecherchen in Österreich und Ungarn.

Logische Folgeschritte

Sie sollten auf MyHeritage nach weiteren Aufzeichnungen zu Johann Theodorovice und der Familie Hamson suchen, insbesondere in den Wiener Meldezetteln und den Kirchenbüchern von Temesvar (Timișoara). Da das ungarische Justizministerium involviert war, könnten Sie auch in den Beständen des Ungarischen Staatsarchivs (Magyar Nemzeti Levéltár) nach Adoptionsakten suchen. Für Wien bietet das Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA) oft detaillierte Unterlagen zu Statthaltereierlassen und Namensänderungen an, die Ihnen weitere biografische Details liefern könnten.

Volltext-Transkription

Laut Note der k.k. n.ö. Statthalterei vom 23. Juli 1889 Z. 34175 wurde der zwischen Johann Theodorovice als Wahlvater einerseits u. zwischen der hier angemerktem Angelina Clotilde Caroline Krebs geb. Hamson als Wahlkind andererseits in Temesvar am 17 Mai 1889 resp. in Wien am 24. Mai 1889 abgeschlossene Adoptions-Vertrag l. Erlasses des k. ung. Justizministeriums v. 2. Juni 1889 bestätigt. Im Auftrage d. h. Präs. ddt. 7. August 1889 Z. 5755 ist diese Adoption hier angemerkt u. der Name Theodorovice auf die Adoptivtochter Angelica Clotilde Caroline vorgenommen worden.

 

Anmerkung zu Julius Hamsohn

Historischer Kontext

Es handelt sich um eine handschriftliche Randbemerkung oder einen Nachtrag in einem Taufbuch (Kirchenbuch). Der Zweck dieses Eintrags ist die offizielle Dokumentation der Legitimation eines unehelich geborenen Kindes durch die spätere Eheschließung seiner Eltern (historisch als "Legitimatio per subsequens matrimonium" bezeichnet). Der Eintrag verweist auf einen offiziellen Erlass der k. k. Statthalterei (der damaligen Regierungsbehörde) vom 5. Juli 1851, der die Namensänderung bzw. Richtigstellung des Familiennamens des Kindes auf "Linienus" anordnet. Solche Einträge sind typisch für das österreichische Personenstands- und Familienrecht des 19. Jahrhunderts, in dem die Legitimation von Kindern streng bürokratisch über kirchliche und staatliche Behörden abgewickelt wurde.

Erwähnte Details

Hauptperson (Kind):

Name: Julius Cäsar Linienus

Rolle im Dokument: Getauftes und legitimiertes Kind

Biografische Details: Wurde durch die nachfolgende Heirat der Eltern legitimiert, woraufhin sein Nachname offiziell auf "Linienus" richtiggestellt wurde.

Eltern:

Rolle im Dokument: Eltern des Kindes

Biografische Details: Haben am 25. Jänner 1851 in der Pfarre St. Peter in Wien geheiratet.

Wichtige Ereignisse:

Eheschließung der Eltern: 25. Jänner 1851, Pfarre St. Peter, Wien.

Behördlicher Erlass (Legitimation): 5. Juli 1851 (Zahl 21518) durch die Statthalterei.

Geografische Orte:

Wien (Pfarre St. Peter): Ort der Eheschließung der Eltern.

Wichtige Erkenntnisse

Das Dokument ist ein kirchlicher Registereintrag (Nachtrag), der die Legitimation des Kindes Julius Cäsar Linienus bestätigt.

Die Legitimation erfolgte durch die Heirat der Eltern am 25. Jänner 1851 in der Pfarre St. Peter in Wien.

Aufgrund eines Statthalterei-Erlasses vom 5. Juli 1851 wurde der Nachname des Kindes offiziell auf "Linienus" richtiggestellt.

Logische Folgeschritte

Sie sollten im Trauungsbuch der Pfarre St. Peter in Wien nach dem Eintrag vom 25. Jänner 1851 suchen, um die vollständigen Namen und Herkunftsorte der Eltern von Julius Cäsar zu ermitteln. Diese Kirchenbücher sind oft online über Portale wie Matricula Online zugänglich.

Suchen Sie nach dem ursprünglichen Taufeintrag von Julius Cäsar im selben Kirchenbuch, um sein genaues Geburtsdatum und den ursprünglichen Namen (vermutlich den Mädchennamen der Mutter) herauszufinden.

Sie können in den Beständen des zuständigen Landesarchivs (z. B. Wiener Stadt- und Landesarchiv oder Österreichisches Staatsarchiv) nach dem Statthalterei-Erlass (Zahl 21518 vom 5. Juli 1851) suchen, um weitere Hintergrundinformationen zur Familie und den Umständen der Legitimation zu erhalten.

Nutzen Sie MyHeritage, um nach Stammbäumen oder weiteren Aufzeichnungen zu suchen, die den ungewöhnlichen Namen "Julius Cäsar Linienus" oder die Eheschließung der Eltern in Wien enthalten.

Volltext-Transkription

Dieses auf den Namen Julius Cäsar Linienus getaufte Kind ist vermöge hohen Statthalterei-Erlaßes dto 5 Juli 1851 Z. 21518 durch die in der Pfarre St. Peter in Wien am 25 Jänner 1851 nachgefolgte Ehe der Eltern legitimirt und daraufhin der Name desselben in Linienus richtiggestellt worden.



Adrienne Karoline Krebs heiratet am 19.12.1910 Artur (Arthur) Rusch - Wien Sankt Karl Borromaeus, Quelle

Artur (Arthur) Rusch

geb. 13.08.1875 in Pottendorf, Quelle

gest. 20.02.1961

k. u. k. Oberlieutenant im Landwehr-Infanterie- Rgt. Nr 1

Adrienne Karoline Johanna Krebs (Taufbuch Adriene)

geb. 22.06.1884 in Vöslau, Quelle

gest. 16.01.1982, Quelle


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3 Kinder:

1. Kurt Artur Maria Rusch, geb. 06.02.1912 in Wien, Patin: Hilda Rusch, getauft am 25.02.1912, Gemeinde Wien-Breitensee, Quelle, gest. ? Aus der Kirche am 09.11.1939 ausgetreten.


2. Herbert Emil Rusch,
geb. 15.07.1915
gest. 09.03.2012


3. Edith (Mädi) Damjancsics,
geb. 20.10.1920,
gest. 07.2002



Herbert Emil Rusch

geb. 15.07.1915

gest. 09.03.2012

mein Vater

 

Heirat: 31.07.1943

Walburga Rusch

geb. 29.10.1917

gest. 06.02.2008

meine Mutter